Mittwoch, 22. Oktober 2014

Trauriges Leben einer 82-jährigen Frau in Vietnam

Heute möchte ich einen neuen Blog starten,
in welchem ich nicht nur von Thailand, sondern auch vom übrigen Asien berichten werde.

Ich hoffe, daß ihr mir treu bleibt und auch weiterhin meine stets interessanten Beiträge verfolgt.



In meinem heutigen Beitrag möchte ich mich mit dieser 82-jährigen Frau aus Saigon, Vietnam, beschäftigen.

Dies ist die Geschichte von Frau Tran Thi, 82 Jahre alt, 
sie lebt in einem Zelt in der Nähe des Seeufers Tran Huy Lieu (Phu Hoa City. Hue).

Schon als kleines Baby mußte sie die Auflösung ihrer 
Familie miterleben: 
Der Vater ging weg zu einer anderen, jüngeren Frau.

Ihre Mutter nahm sich daraufhin einen  neuen Mann. 
Sie und ihr Bruder lebten nun mit ihrer Mutter und einem neuen Stiefvater. 
Als ihr Bruder 4 Jahre alt war, verstarb er leider an Masern. 

In ihrer Jugend wuchs sie mit nur wenig Liebe (Thui Thui) auf. 

Ihre  Mutter kümmerte sich nur noch um ihren neuen Mann und ihren gemeinsamen Sohn, wobei sie nur störte.


Als ihre Mutter starb, ging das Haus in den Besitz ihres Halbbruders .

Ihr blieb nur ein kleines provisorisches Zelt.

Sie führte ein elendiges Leben als Hilsarbeiterin auf Baustellen für einen Hungerlohn. 

Als sie dies aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr konnte, wurde sie Straßenhändlerin.

Anm. der Redaktion: Dafür brauchte sie keine Umschulung wie in Deutschland.
 


Als sie in die Jahr kam, und sie nicht mehr gesund und kräftig genug war, um größere Mengen Waren in ihren zwei Körben zu schleppen, konzentrierte sich daher auf die kleinen Stände mit leichteren Waren, hauptsächlich Gemüse und Obst, das aber weniger Geld einbrachte.
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Hier beim Zählen der Tageseinnahmen, aber sie lebt genügsam.


Vor 7 Jahren wurde sie gesundheitlich immer schwächer, d. h. keine größeren Belastungen mehr, und sie beschloß, eine kleine Ecke an der Dong Ba Markt zu wählen, in der Nähe der Brücke, um hier den Passanten eine Schale Reis (Gia Hoi) zum Kauf anzubieten.

Ihre tägliche Ware sind nur noch wenige Enteneier, kleine Zwiebeln, zerkleinerte Beeren, Ingwer, Chili, Knoblauch in der Hoffnung auf den Verkauf für 20.000 bis 30.000 Dong/ Tag. 

Anmerkung der Redaktion: Eine Schale Suppe kostet 2700 Dong, eine Fl. Bier 9000 Dong.

Jeden Tag sitzt sie von 6.00 Uhr abends bis  9.00 Uhr morgens und bietet ihre Ware feil.



Diese Verkäufer und  Händler an der Brücke hier, wissen um die Not der armen, alleinstehenden Frauen. 

Viele Bekannte schlugen ihr vor, sie solle doch in ein Pflegeheim gehen, aber sie weigerte sich.

Sie meinte: "Extremes Leiden ist lang, aber ich lebe nicht mehr lange, so lassen Sie mich leben, wie dies in meinem Karma bestimmt ist".



Sie sagte weiter: "Das Alter und die schlechte Gesundheit sind eine große Belastung für mich.
Über 30 Jahre immer in Bodennähe, dann noch der Regen abwechselnd mit sonnigen Tagen, das muß ich durchhalten bis ans Ende meiner Tage.

Sie hadert nicht mit dem Leben, das ist ihr Schicksal meint sie.

Morgens um 9.00 Uhr packt sie den Rest zusammen um nach Hause, in ihr Zelt, zu gehen. Für sie ist eine Tüte Reis übrig geblieben, welches sie mit Fischsosse ißt.

Auch dank der Hilfe von allen hier auf dem Markt ist sie heute noch am Leben. 

Obwohl sie nur wenige Dong pro Nacht einnimmt, hofft sie immer noch in Zukunft genug zu verdienen, um den täglichen Hunger zu stillen. 


Allzu oft krank darf sie dabei aber nicht werden, dazu meint sie, ich brauche ja nur zu beten, und Buddha wird mich segnen und seine schützende Hand über mich halten.

 Von dem Wenigen was sie hat, versucht sie doch immer noch den Moenchen, bei ihrem morgendlichen Almosengang, etwas abzugeben, als Tamboon im Jenseits.


Und so entschwindet sie unseren Blicken auf dem Weg in ihr kärgliches zu Hause.

Wir von Dr. Charly Biehl's Blog wünschen ihr noch viel Glück auf ihrem weiteren Lebensweg.

Wir in Deutschland kämpfen für die Rente mir 63, wir haben eine gute Altersvergung gute Sozialleistungen, falls wir gearbeitet haben natürlich, und sind dennoch ständig am Jammern.




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